Von Niels Heidenreich zum 20-jährigen Jubiläum des Spacekidheadcup Weimar

Hannover, 23. März 2010 — Version 1.1 (Update der Version vom 15. März)

Wenn man als Student der Bauhaus-Universität Weimar seit 1997 jedes Jahr begeistert das berühmte Weimarer Seifenkistenrennen mit dem seltsamen Namen Spacekidheadcup als Zuschauer gesehen hat, dann will man irgendwann auch selbst mitfahren.

Ich war im Oktober 1996 nach Weimar gekommen, um Visuelle Kommunikation an der Fakultät Gestaltung zu studieren. Natürlich hatte ich von Anfang an vor, aktiv teilzunehmen, hab’s aber jahrelang nicht hinbekommen. Erst im April 2002, bereits nach meinem Diplom, war die Zeit reif – wenn man von meiner Teilnahme als Mitschwimmer beim kuriosen Spezial-Rennen im See des Weimarhallenparks 1998 absieht. Im Jahr 2002 nämlich fand erstmals (sofern ich mich nicht irre) eine offizielle Lehrveranstaltung der Bauhaus-Uni zum Spacekidheadcup statt – ein interdisziplinärer Workshop initiiert durch Anke von der Heide und betreut durch Prof. Kuno Prey, damals Produktdesign-Prof (und Dekan?) an der Fakultät Gestaltung, seit vielen Jahren nun Dekan der Fakultät für Design und Künste an der Uni Bozen (Südtirol).

Der Kofp-Fprofp in Fahrt Der Kofp-Fprofp in voller Fahrt (Foto © Götz Greiner)

Teilnehmende des Seifenkisten-Workshops durften die bestens ausgestatteten Werkstätten der Fakultät Gestaltung nutzen – mit fachlicher Betreuung! –, allen voran die Metallwerkstatt hinter dem Van-de-Velde-Bau. Für mich war dies, soweit ich mich erinnere, der Faktor, der mich endlich dazu bewegt hat, meinen Hintern hochzukriegen und tatsächlich eine eigene Seifenkiste zu bauen. Meine früheren Seifenkisten-Bau-Ambitionen scheiterten nämlich zwar hauptsächlich an Träg- und Faulheit, aber letztlich auch daran, dass ich kein Werkzeug hatte und auch nicht wie viele andere die Tage vor dem Rennen im Gaswerk verbringen wollte (dort gab es auch eine gut ausgestattete Werkstatt, in der viele beeindruckende Kisten entstanden sind, nicht zuletzt die zumeist so brutalen wie genialen Kreationen der Gaswerk-Besatzung selbst). Das wichtigste Werkzeug für den Bau einer metallenen Kiste – für die das Wort Seifenkiste vermutlich unangemessen ist – ist nämlich das Schweißgerät, und Schweißgeräte hatten bekanntermaßen nur die Gestalter-Metallwerkstatt, das Gaswerk und ein paar wenige Einzelne, zu denen man einen guten Draht haben musste.

Um eine größere Seifenkiste zu realisieren, ist es gut, wenn man nicht ganz alleine ist, und so fand sich glücklicherweise eine Mannschaft zusammen, bestehend aus Freund und Bandkollege Boris Zigawe und Paul aus Wien, der extra von dort nach Weimar gekommen war (wobei ich mich nicht mehr erinnere, warum, zumindest zweifle ich daran, dass es nur des Workshops wegen war). Gebaut haben die Kiste schließlich eher Boris und Paul; ich stand eigentlich nur daneben und durfte leichte Hilfsarbeiten ausführen.

Auf dem Weg zur Kiste ist der erste Schritt Schrott – der Altmetallhändler, genauer gesagt. Dort verbrachten wir am Anfang des Workshops einen Tag, um uns mit Baumaterial auszustatten. Ziel des Workshops war zwar eigentlich, eine Design-Idee zu entwickeln und diese dann möglichst elegant zu realisieren, aber wir wollen einfach nur verdammt nochmal eine Seifenkiste bauen, die irgendwie cool aussah und möglichst schnell war. Ich erinnere mich heute nicht mehr genau, wie es dazu kam, doch nach Besuch des Schrotthändlers hatten wir plötzlich ein paar Teile beisammen, die, wenn man sie geschickt aufeinanderlegte, schon erkennen ließen, was daraus einmal werden sollte:

Die Bauteile für den Kofp-Fprofp Der Kofp-Fprofp in Einzelteilen am 28. April 2002 [20020428-133854-DSCN6032.jpg] im Eingangsbereich des Van-de-Velde-Winkelbaus. Hinten links mein grünes mifa-Klapprad, das mir leider geklaut wurde.

Der Bau des Kofp-Fprofp (Ende April 2002) (1)

Dass unser Fahrzeug ein Dreirad werden sollte, stand fest – dies schien uns am einfachsten zu realisieren. Zunächst war eine Fahrradgabel für das Vorderrad vorgesehen. Es wurde uns jedoch schnell klar, dass diese das Gewicht der Kiste plus drei Fahrern nicht verkraften würde. An die Hinterachse befestigten wir zwei Autoräder, was sich als gute Entscheidung herausstellte, denn unsere Hinterachse war praktisch unverwüstlich.

Auf den folgenden Bildern (Klick für Großansicht), aufgenommen hinter dem Van-de-Velde-Bau, sieht man Paul (mit roten Streifen an den Armen) und mich, wie wir so tun, als ob wir irgendetwas von Metallverarbeitung verstünden. Bild 4 und 5 zeigen außerdem die beiden Uni-Mitarbeiter aus der Metallwerkstatt, an deren Namen ich mich peinlicherweise nicht mehr erinnere (Rainer und …?), und die uns sehr unterstützt haben bei unserem schwachsinnigen Vorhaben.

Der Bau des Kofp-Fprofp (Ende April 2002) (2)

Hier ist Version 2 des Vorderradaufbaus zu sehen, die ebenfalls aufgrund erwarteten mechanischen Versagens verworfen wurde. Die beiden Personen sind Boris (hellgrauer Pulli) und ich.

Konstruktionsdetails der fertigen Karosserie

Zum Zeitpunkt dieser Fotos* war das Fahrgestell des Kofp-Fprofp bereits vollendet. Bild 1 zeigt die Bremshebelmechanik auf der linken Seite. Die Bremse bestand aus einem Stahlrohr, welches per beidseitigem Hebel hinter dem Fahrzeug auf die Straße gepreßt wurde. Dies funktionierte erstaunlich gut und sorgte auf Asphalt außerdem für spektakuläres Funkensprühen. Bild 2 ist ein Detail der Hinterachse. Auf Bild 3 ist die finale Version des Vorderrades zu sehen, eine sehr schwere, aber äußerst robuste Konstruktion, die etliche Fahrten überstanden hat, ohne mit der Wimper… äh… zu zucken.

(* nicht von den erkennbaren Timestamps in den Bilddateinamen irritieren lassen; da ist irgendetwas durcheinandergeraten. Die Reihenfolge, wie ich die Bilder hier abgebildet habe, ist korrekt.)

Inzwischen war auch die Website zum Rennen fertig: http://spacekidheadcup.de/2002/ Die Illustration auf der Titelseite ist nicht von mir (sondern vom selben Team, dass damals auch die Plakate gemacht hat), aber die Website schon :).

Das Testrennen (Anfang Mai 2002)

Am 26. April 2002 erschoss Robert Steinhäuser zwölf Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Die Organisatoren des Seifenkistenrennens beschlossen, das Rennen nicht wie traditionell am 1. Mai stattfinden zu lassen, da der Termin mitten in der Trauerzeit lag.

Es gab jedoch in der ersten Maiwoche ein Testrennen, da viele Kisten bereits fahrtüchtig waren und wir unsere Gefährte ausprobieren wollten. Dazu ließen wir uns mit unseren Kisten von der Anhöhe oberhalb des Goethe-Gartenhauses im Park an der Ilm rollen. Für uns wie für viele andere war der Test erfolgreich; der Kofp-Fprofp fuhr hervorragend. Er ließ sich sehr komfortabel steuern, und die Bremse bremste deutlich besser, als wir erwarten hatten.

Folgende Bilder zeigen einige der Kisten und ihre Fahrer, die an diesem Tag am Testrennen teilnahmen. Bild 12 demonstriert, dass Seifenkistenrennen eine blutige Angelegenheit sind, und auf Bild 13 sieht man eine kaputte Kuh.

Das Rennen wurde auf den 25. Mai verschoben.

Rator-Kommando: Uniform-Anprobe (23. Mai 2002)

Ich teile mit Teamkollege Boris einen zuweilen bizarren Humor. Es ist schwer zu erklären, warum wir unserer Kiste den Namen Kofp-Fprofp, der Penetrations-Rator gaben. Wenn auch nachvollziehbar sein dürfte, wieso wir uns als Team das Rator-Kommando nannten, so kann ich noch weniger sagen, weshalb wir uns für die in den nachfolgenden Bildern gezeigte Uniform entschieden, die wir extra aus Altkleidung vom Rotes-Kreuz-Laden an der Belvederer Allee besorgt hatten. Als Model posiere auf diesen Bildern ich. (Manchmal vermisse ich mein langjähriges WG-Zimmer in der Schützengasse 8, das hier das Ambiente bildet.)

1 Tag vor dem Rennen (24. Mai 2002)

Diese Bilder zeigen den Kofp-Fprofp in einem sehr fortgeschrittenen Zustand, einen Tag vor dem Rennen. Beide Autositze, die hintere Hinknie-Bank sowie Lenkrad (ebenfalls von einem Auto) und Bremse waren bereits zum Zeitpunkt des Testrennens montiert. Hinzugekommen ist die noch unfertige Trimm-Einrichtung, erkennbar in Bild 2 und 3 an den zwei hellen Holzsäulen an den vorderen Ecken, durchsichtigen Schläuchen, einer Handpumpe zwischen den Vordersitzen und zwei Wassertanks links und rechts vorne unter dem Boden. Wir befinden uns hier hinter dem Bauhaus-Uni-Hauptgebäude (beiger Kapuzenpulli: ich) und sind auf dem Weg zum Fotoshooting!

Fotoshooting im Ilmpark für die TLZ (24. Mai 2002)

Die Thüringer Landeszeitung brachte nämlich einen Artikel zum verschobenen Seifenkistenrennen (sicher nur im Weimarer Lokalteil, aber ich erinnere mich nicht mehr genau). Aus tausenden Bewerbern wurden wir auserkoren, für die Bebilderung dieses Artikels herzuhalten. Wir hatten den Fotografen in die Belvederer Allee gebeten, um uns auf einem Randstück des Ilmparks abzulichten. Maik Schuck, der Fotograf, hielt mit seinem Auto an, stieg aus, sah Boris und mich und das Fahrzeug, und bereute, gekommen zu sein. Fotografiert hat er uns trotzdem, wenn es auch nicht zu übersehen war, wie sehr er sich beeilte, von uns beiden Bekloppten wieder fortzukommen.

Zeitungsartikel zum Seifenkistenrennen 2002 aus der TLZ vom 25. Mai 2002 Zeitungsartikel zum Seifenkistenrennen 2002 aus der TLZ vom 25. Mai 2002

Das Foto wurde tatsächlich abgedruckt und – dies rechne ich ihm bis heute hoch an – in der Bildunterschrift waren nicht nur unsere Namen, sondern sogar der »Bolide« Kofp-Fprofp korrekt geschrieben! [Update: Boris hatte den Artikel glücklicherweise noch und hat ihn mir gescannt. Hier eine größere Version]

In den nachfolgenden Fotos ist der Kofp-Fprofp in nahezu vollkommener Pracht zu sehen. Die beiden in Signal-Orange gehaltenen Trimmer sind bereits mit an Bord, aber noch nicht angeschlossen. Beachtenswert sind auf Bild 3 der Rator-Geräuschgeber, der hier erstmals zu sehen ist, sowie das Rator-T-Shirt, welches Boris hier präsentiert.

Aufdruck des Rator-T-Shirts, 2006 Aufdruck des Rator-T-Shirts (2006 fotografiert und daher nicht mehr ganz so frisch)

Es vervollständigt die Uniform. Der Aufdruck ist in einer Silbenschrift, die ich um 1995 ursprünglich für eine selbst entworfene Sprache entwickelt habe und lautet transkribiert »Rator-Kommando; Boris Niels Paul« Das Symbol mit den »Kontakten« links stammt aus Boris’ krankem Hirn und stellt das Rator-Signet dar.

Endfertigung der Trimmer (24. Mai 2002)

Wenn wir, das Rator-Kommando, uns auch alle Mühe gaben, alle glauben zu lassen, wir würden lediglich an einem harmlosen Seifenkistenrennen teilnehmen, so wussten wir doch, dass Ziel und Zweck unserer Mission war, die Bevölkerung von Weimar zu trimmen. Bild 1 und 2 zeigen mich in einer der Holzwerkstätten der Architekturstudierenden in den Kuben hinter dem Hauptgebäude bei der Vorbereitung der Trimmer für die Endmontage. Auf Bild 3 und 4 ist einer der Trimmer bereits fertig montiert und Einsatzbereit. Außerdem wurden die beiden Trimmer-Säulen geschmackvoll in Schwarz lackiert.

Der Tag des Rennens: letzte Montagearbeiten (25. Mai 2002)

Für die letzten Arbeiten am Kofp-Fprofp am Tag des Rennens war das Rator-Kommando wieder vereint. Das Rennen würde erst gegen Mittag beginnen, und da wir relativ früh aufgestanden waren, hatten wir noch etwas Zeit. Die Trimmer mussten noch auf maximale Trimm-Effizienz getrimmt werden, und – aber daran erinnere ich mich nicht mehr genau – wir haben möglicherweise noch versucht, die Leckage der Trimmer-Zuleitung an den Wassertanks zu beheben (erfolglos).

Das Rennen: der Kofp-Fprofp und das Rator-Kommando (25. Mai 2002)

Im Jahr 2002 fand das Seifenkistenrennen zum ersten Mal auf der Belvederer Allee (Google-Map) unterhalb vom Schloss Belvedere statt, nachdem die Spacekidheads fast zehn Jahre lang die Leibnizallee (Google-Map) jenseits der Sternbrücke heruntergesemmelt sind. Die Rennstrecke in der Leibnizallee war zumindest damals unbefestigt, deutlich steiler und gefährlicher, es gab regelmäßig Verletzte, und Bremsen waren noch nicht ganz so streng vorgeschrieben, so daß viele Fahrten in einer Wolke aus Staub und Heufetzen geendet haben. Zunehmende Beschwerden der Anwohner – rückblickend vielleicht verständlich angesichts der volksfestähnlichen Ausmaße, die das Rennen angenommen hatte – erforderten jedoch schließlich, die Rennstrecke zu verlegen. Die Wahl fiel auf das Reststück der Belvederer Allee, vermutlich weil es kaum befahren ist und daher leicht zu genehmigen und sperren war.

Gegen Mittag befinden wir uns bereits auf dem Gelände des Spacekidheadcup 2002 auf der Belvederer Allee. Auf Bild 1 bis 10 warten wir darauf, von der Rennleitung als Teilnehmer registriert zu werden, was auf Bild 11 auch geschieht. (Es muß angemerkt werden, dass Paul der einzige ist, der in der Rator-Kommando-Uniform tatsächlich halbwegs cool aussieht.)

Ab dann geschieht alles sehr schnell. Auf den Bildern 12 macht Boris noch Faxen, auf Bild 13 und 14 bringen wir uns langsam in Startposition, Bild 15 ist vermutlich während des Rennens entstanden, und auf Bild 16 schieben wir unsere Kiste nach vollendeter Abfahrt bereits wieder den Hang hoch.

Boris hat mich daran erinnert, »dass wir wohl die einzigen Idioten in der Geschichte des Rennens waren, wo sich der Ansager weigerte, den Kistennamen anzusagen, sodass wir das im Duett für ihn erledigen mussten« (Zitat Boris).

Das einzige existierende Bild, das das Rator-Kommando während der Mission zeigt, ist das Startbild auf dieser Seite. Danke an Götz für das Foto!

Falls jemand wissen möchte, wie es sich anfühlt, Teil des Rator-Kommandos zu sein, dann stellt Bild 15 eine recht gute Näherung dar.

(Ich erwähne absichtlich nicht, dass wir verzögert gestartet sind, da unser Vorderrad quer stand, um uns eben vor dem Start am Losrollen zu hindern, wir dies jedoch in den Sekunden bis zum Startsignal vor Aufregung schlichtweg verpeilt haben. Auch erwähne ich nicht, dass es, bis wir endlich an der Reihe waren, angefangen hatte zu regnen und nicht mehr strahlendes 1. Mai-Wetter war, und daher unser Plan, das Publikum links und rechts der Rennstrecke aus unseren Trimmern mit Wasser – welches Paul mittels der Handpumpe zwischen den Vordersitzen unter Druck setzte – zu bespritzen, nicht mehr ganz so lustig war.)

Das Rennen: die anderen (25. Mai 2002)

Es folgt eine Galerie mit Bildern der anderen Gefährte und Gefährten des Weimarer Seifenkistenrennens 2002, darunter viele sehr schöne Ideen und gelungene Konstruktionen.

An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass außer mir keine der Personen, die auf diesen Bildern dieser Seite zu sehen sind, mir die Erlaubnis erteilt hat, ihr Bild hier öffentlich zu zeigen. Ich habe sie nämlich gar nicht erst gefragt.

Eine wahrhaftige Kiste möchte ich besonders hervorheben. Sie war bereits in der Bildergalerie zum Testrennen auf Bild 3 und 9 zu sehen, und hier erneut auf Bild 17 und – nach einem bedauerlichen Sturz – Bild 36. Ja, in dieser Kiste sitzt tatsächlich der Fahrer, und die Kiste ist geschlossen, während er darin sitzt. Den Fahrer selbst sieht man unter »Das Testrennen« auf Bild 9 ganz rechts.

Das Rennen: Lars Torkuhl und seine Fahrradcollage (25. Mai 2002)

Eine extra-coole Idee hatte meines Erachtens Lars Torkuhl (Bild 2), der viel zu spät und ohne Seifenkiste zum Rennen kam, aber mit Draht. Und mit dem Draht lief er herum, um so viele Fahrradfahrer wie möglich zu finden und deren Räder zusammenzubinden. Das Ergebnis (Bild 1, nur ein Ausschnitt) rollte anschließend samt Fahrern den Hang herunter.

Ein Highlight, von dem es leider keine Fotos gibt, war unser Weg zurück von der Rennstrecke in Belvedere aufs Uni-Gelände. Wir ließen uns nämlich von einem freundlichen und abenteuerlustigen Autofahrer abschleppen, zu Dritt auf unserem Gefährt, im Regen, mitten durch die Stadt. Es gab diverse erheiterte Blicke; zum Glück war keine Polizei in der Nähe.

Nach dem Rennen: Zu kaputt für die Party (25. Mai 2002)

Dass das frühe Aufstehen vor dem Rennen keine gute Idee war, dokumentiert dieses Bild. Hier sitzen Boris und ich in irgendeinem Café. Ich weiß nicht mehr, wie es Boris ging, aber ich weiß noch sehr genau, dass ich absolut k.o. war. So k.o., dass ich nicht mal mehr auf die traditionelle Seifenkistenrennenparty gegangen bin. Doof.

Die Installation (28. Mai 2002)

Eine Pappmaché-Figur, die wir irgendwo im Müll gefunden haben, sowie der Umstand, dass irgendjemand den kleinen Metallzaun um die Wiese vor dem Bauhaus-Uni-Hauptgebäude an einer Ecke verbogen hatte (nein, das waren wir tatsächlich nicht), inspirierte uns zu einer Installation. Das Werk erklärt sich von selbst. Einige Tage lang war es höchst amüsant, die verwirrten bis entsetzten Blicke der vorbeispazierenden Touristen zu beobachten.

Da wir es nicht übers Herz brachten – und nebenbei auch ein wenig zu faul waren – Anweisungen folge zu leisten, den Kofp-Fprofp zu entsorgen, wurde er eines Tages von Mitarbeitern der Metallwerkstatt notgeschlachtet.

Schluss, aus und vorbei.

Weiteres zum Spacekidheadcup (Seifenkistenrennen) in Weimar unter http://spacekidheadcup.de/

Den Machern der Publikation zum 20. Jubiläum des Spacekidheadcup ist es ausdrücklich gestattet, dieses Material, auch in abgewandelter Form, für diese Publikation und dazuzugehörige Veröffentlichungen (Website, Flyer, etc.) zu nutzen. Bedingung: Namensnennung (Niels Heidenreich) und, wo angemessen, Link zu http://ngin.de.

Für alle anderen gilt:

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Kofp-Fprofp, der Penetrations-Rator von Niels Heidenreich steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.